Erinnert
ihr euch noch an unsere Lehrerin Gertrud Marx?
Gertrud
Marx trat ihren Dienst an unserer Mittelschule Freiburg (Elbe)
im April 1960 an.
Sie
stammte aus Diez/Lahn und hatte Deutsch und Französisch
an den Universitäten Heidelberg und Marburg studiert.
In den Jahren 1959 und 1960 besuchte sie die Pädagogische
Hochschule in Göttingen und legte dort ihre 1. Prüfung
als Mittelschullehrerin ab.
Als
Deutschland sich Ende 1961 auch der Entwicklungshilfe fremder
Länder zuwandte, hatte Fräulein Marx Interesse,
in den französischsprechenden Ländern Marokko und
Tunesien als Lehrerin tätig zu werden. Aber dazu kam
es dann doch nicht.
Ihre
2. Prüfung zur Ernennung als Mittelschullehrerin bestand
sie, als sie bereits Lehrerin an unserer Schule war - 1962.
Gertrud
Marx war entsprechend ihrem Studium bei uns Lehrerin für
Deutschunterricht und für Französischunterricht.
Sie
ließ sich aber auch gern von der Theaterbegeisterung
unser Schulleitung anstecken.
Ein
"theaterliches" Meisterstück gelang Gertrud
Marx mit einer Einstudierung von «Der Zerbrochene
Krug».

Die Freiburger Zeitung schrieb am 20. Januar 1962 über
die Aufführung im Hotel Fürst Bismarck:
…die Freiburger Mittelschule schrickt vor Hürden nicht
zurück. Hatte vor zwei Jahren die Abschlußklasse «Minna
von Barnhelm« gemeistert, so glaubte man in diesem
Jahr sich an den «Zerbrochenen Krug»
wagen zu dürfen, zumal man in der Lehrerin Gertrud Marx
eine ausgezeichnete Spielleiterin hatte. Sie hat es verstanden,
ihre Schar in die doch für Jugendliche fremde Welt und
die "kantige" Sprache des «Zerbrochenen Krugs»
aufzuführen. So wurde die Aufführung zu einem schönen
Erfolg. Die Schüler lebten in ihren Rollen, und auch die
Zuschauer vergaßen bald, daß die Spieler unmittelbar von
der Schulbank kamen, so hingabefreudig wurde das Stück
über die Bretter gebracht. |
"Ihre Französisch-Schülerinnen und -schüler"
= einige von uns aus Klasse 8b führten bei einer Elternversammlung
im Januar 1963 ein kleines Kasperlestück «Guignol»
in französischer Sprache vor, dass Sie mit uns einstudiert
hatte. Guignol ist der Kaspar in Frankreich.
Das
obige Foto zeigt Gertrud Marx vor der Bühne der Aula
unserer Mittelschule Freiburg (Elbe).
Sie
war eine attraktive junge Dame. Und da blieb es nicht aus,
dass die jungen Herren in Freiburg schon mal "ein Auge
auf sie warfen". Wenn Gertrud Marx in ihrem roten kleinen
Sportwagen durch Freiburg düste... das war schon ein
Hingucker! Unser Schulfreund Erich (Abgangsklasse 1964) kann
sich erinnern, dass ein Sohn vom Papiergeschäft Ziegenhagen
sehr eng mit Gertrud Marx befreundet war.
Und
selbstverständlich blieb es nicht aus, dass sie einen
(schönen) "Spitznamen erhielt: "Farah Diba".
Daran erinnert sich Ulrike aus unserer Abgangsklasse 1965
ganz genau. Der Spitzname war wirklich passend und zeigt tatsächlich
die verblüffende Ähnlichkeit, insbesondere die Ähnlichkeit
des Haarschnitts, zwischen unserem damaligen Fräulein
Marx:
und der damaligen Kaiserin Persiens:
Mitte
1963 verließ Fräulein Marx unsere Schule und Freiburg
und wurde Lehrerin in Wülfrath (Nordrhein-Westfalen).